Gudrun Brüne

"Keine  Puppenspiele"

Aktuelle Bilder und Werkschau

Im Kabinett  -  mit Arbeiten von Bernhard Heisig

 

Ausstellung vom  5.10 - 12.11. 2019

 

 

 

Zur Ausstellung ist auch ein Katalog erschienen. 

Auszüge daraus

 

Neben den Protagonisten der international anerkannten Leipziger Schule wie Wolfgang Mattheuer, Werner Tübke, Bernhard Heisig oder Neo Rauch, gewinnt das Werk von Frau Gudrun Brüne immer stärker an Bedeutung. Zeitgeist, Kritikfähigkeit, Methaphorik, bis hin zu surrealen Momenten, gleich eines Pieter Bruegel oder eines James Ensor, das sind nur einige, schnell aufbiltzende Komponenten in einem gesamt tiefgründigen und technisch sehr hochwertig ausgeführtem Werk von Frau Gudrun Brüne.

Eine in Berlin geborene Malerin, die lange Zeit auch in Leipzig gewohnt, dort auch gewirkt hat, im Weiteren an der Burg Giebichenstein bis 1999 als Dozentin unterrichteteFrau Gudrun Brüne lebt heute überwiegend im Havelland und ist mit Sicherheit die bekannteste Vertreterin der Leipziger Schule die, einmal kurz zusammengefasst, aus zwei großen Haupttendenzen besteht:

Einer expressiv-leidenschaftlichen (S. Gille, H. Ebersbach) und einer eher nüchtern-sachlichen, vielleicht auch barocken (W. Sitte, W. Tübke), welche genauso von Otto Dix und dem Verismus der 1920er Jahre geprägt ist. Dix hat wiederum auch Frau Brüne beeinflusst. Mitnichten nur mit seinem „Schützengraben“, dem bedeutensten Anti-Kriegsbild seiner Zeit. Vielleicht auch durch seine dadaistischen Exkurse? Bestimmt jedoch durch seine brilliante, eigens erfundene Eitempera-Ölfarbentechnik.

 

Rollenspiele, vielgründige Identitäten, mal auch traumatische Ich-Verluste, bis hin zur Massenpsychose, Bilder anhaltend starker theatraler Inszenierungen hat die ehemalige Schülerin, die spätere Frau von Bernhard Heisig, immer scharfsinnig erkennen und auch ertragen müssen. Hat sie durch den Verlauf der (deutschen) Geschichte wirken lassen und wenn Sie nur wollte, so hat sie dem Mummenschanz, den gehörnten Manipulationen, die Stirn geboten, ist authentisch und kritikfähig geblieben, hat gerade und auch deswegen: meist noch bessere Gemälde in das Leben gesetzt.

 

Doch nicht nur psychologisierende Gemälde, genauso hat die Landschaftsmalerei im Werk von Frau Gudrun Brüne immer auch einen wichtigen Platz eingenommen. Und in unserer Ausstellung, in der Berliner gkag ab dem 30.8.2019, werden wir Ihnen sehr gerne auch ein Stück unserer ostdeutschen Heimat  zeigen und anbieten. Die baumbestandenen Alleen, flirrende Felder im Sommerlicht, Auen, Werder, schimmernde Gewässer und die starken Wälder, Sachsen und Anhalt, Brandenburg, Ostdeutschland unsere Liebe und im Brennglas: Das Havelland.