Manfred Hürlimann

 

Im Reich der Sinne

Eden auf Erden. Hölle in der Hand

 

 

Vernissage am 14. September 2018  um 19 Uhr

Ausstellung vom 15.9. - 30.10. 2018

 

Der Maler M. Hürlimann, bon vivant aus Nürnberg, kommt nach Berlin und zeigt uns seine hintergründigen, in purpur wallenden, eleganten Bilder einer modänen Welt. 

 

Zur Ausstellung erscheint auch ein Katalog - den sie gerne bei uns beziehen können.

 

 

Auszug aus dem Katalogtext

 

Herr Manfred Hürlimann, sehr gut ausgebildet, zuallererst als Kirchenmaler, dann auch an der Hochschule der Künste in Nürnberg, zuletzt Meiserschüler von G. Voglsamer, Träger zahlreicher Kunstpreise, hat einen triftigen Grund uns unsere schnelllebige, manches Mal auch oberflächliche Welt in eine andere Sprache, in seine Bilder zu transformieren und dahinter, so darf man jedenfalls vermuten, kann eine Absicht, womöglich sogar eine Mission stehen.

Wie in einer Coda, wie in einem Nachspiel, fasst er  grössere Prozesse und menschliche Attitüden zusammen zu einer, ihm sehr eigenen, Bildermystik. Dabei lässt er sich von keinem Trend verleiten, bleibt sperrig und greift gerne einmal zurück auf vorchristliche, mittelalterliche oder kirchliche Verschlüsselung und Mystik. Er kann daraus schöpfen und entwickelt mit seinen Techniken ein recht eigenständiges Werk voller sinnlicher Tiefe, Gründen und Abgründen. Purpurrot, mal azurblau, hermelinweiss glänzend. Morbide feuernd oder mit Erotikern lockend. Gold und Glamour versprühend, an Hieronymus Bosch oder Pieter Bruegel erinnernd, morbide ächzend, gleich einer Aufforderung mit knirschender Moral: Geh durch das irdisch versperrte Tor. Hinein und vom Neuen dem Hades entflohen, tief fliegend in die freigestellten Räume, in die Zustände, Abgründe und in die Zwischenwelten.