Willibrord Haas

Kunstgeist und Kreativität

Wir zeigen ihnen

Aktuelle Arbeiten auf Leinwand

mit Aquarellen aus den letzten 5 Jahrzehnten 

 

 

Vernissage am 12.7.  2019 um 19 Uhr

Ausstellung vom 13.7 - 27.8.2019

 

 

Kunstgeist und Kreativität

Auszug aus dem aktuellen Katalog

Gedanken über Willibrord Haas von P. M. Dinter

                              

Willibrord Haas, 1936 im Schwarzwald geboren und in den 1950er Jahren an der Akademie der Bildenden Künste in München ausgebildet, seit 1961 in Berlin wohnend, Familienvater von zwei Söhnen, selbst in einer großen Familie aufgewachsen, klassisch gebildet, weit über die Kenntnis der klassischen Antike hinaus, Bon Vivant der deutschen Kunstszene, katholisch erzogen und von bipolarer Struktur, fleißig, zeitlebens ein erfolgreicher Maler, Radierer, Drucker und Grafiker, von namenhaften Galeristen ausgestellt, den großartigen, farbengewaltigen, überwiegend abstrakten Herren Willibrord Haas, einen der letzten noch lebenden „nachkriegsinformellen Maler“, den immer unergründlichen, gleichvoll so gütigen und liebevollen Herzensmensch - und es ist uns eine große Ehre - Herrn Willibrord Einleitung werden wir zum zweiten Mal in unserer Galerie den Hof machen, die Entourage herbeirufen, ihm eine Bühne bereiten und den großen, den altehrwürdigen Meister der Abstraktion, der auch mal ganz anders kann, Herrn Willibrord Haas, ab dem 12.7.2019 in der Galerie Kunst am Gendarmenmarkt präsentieren und ausstellen.

 

Willibrord Haas, gerade oder nun schon im Alter von 83 Jahren, sagte unlängst: „Weitere Drucke und Radierungen, die werde ich jetzt nicht mehr anfangen“. Wir nahmen ihn vorerst beim Wort und setzen bei der jetzigen Ausstellung den Fokus auf seine aktuellen Leinwand- und Aquarellarbeiten. Hinzu addieren wir, sicherlich repräsentativ, dafür im Ansatz retropespektiv, einen Querschnitt noch vorhandener Papierarbeiten und formen daraus einen aktuellen Titel: „Willibrord Haas, mehr als 50 Jahre Freigeist und Kreativität“.

 

Mit Vergnügen durchstöbertern wir die „Haasschen Archive“, quietschende Grafikschränke, manch ungesehene Ecke (...) und fanden dabei unglaubliches: Wundervoll, zarte, teils unveröffentlichte Papierarbeiten aus den „Early Sixtys“, mal auch mit deutlichen Stilverwandtschaften zu E.W. Nay. Aquarelle über Acrylat aus den 1970er Jahren, noch gehalten in einem deutlich samtigeren Kolorit. Fanden smaragdgrün schimmernde, im satten Kobaldblau gehaltene Aquarelle aus den „Wilden 1980ern“, kuratierten dazu einige zeitübegreifende, vielleicht sogar Hauptwerke aus den 1990er Jahren und möchten vom Neuen, mit Farbensog und dem schwingenden Puls seiner aktuellen Leinwände, den Staub der Geschichte durchs Reagenzglas pusten.

 

Gegenwart, ja gegenwärtig sein, in die Zukunft und in die Perspektiven gehen, zeitgenössisch sein, über den Bodensatz der angenommenen Erfahrungen, über eine persönliche Geschichte hinaus, die vorerst einer Kömödie, dann einer Tagödie mit zumeist komödiantischen Zügen gleichen kann, das war und ist, das könnte genauso das Credo von Willibrord Haas sein und noch mehr:  Aus der Gleichzeitigkeit, über die Aufhebung der Zeiten und der Räume, über das Wissen eines Kontinuums, daraus formen wir die jetzt vorliegende Ausstellung, erlauben uns etwas, fliegen frei und machen damit das Einzige, das Einzige, was wirklich zählt: Leben im gegenseitigen Gewahrsein, in Frieden, mit Respekt, in Achtung und in Ehrlichkeit. Zeigen damit auch ein Stück demokratische und streitbare Gesellschaft. Erlauben uns bei Zeiten die Tarnkappe zu tragen, mal auch einen übergroßen, zu bunt schillernden Hut und liefern für Sie jetzt: einen Ausschnitt an guter, an bildender und zeitgenössischer Kunst. 

 

 

Katalog signiert (und gewidmet) von W. Haas zur aktuellen Ausstellung. Zu beziehen über die gkag.